Der Kfz-Reparatursektor durchlebt derzeit eine stagnierende Phase, in der die steigenden Preise für Ersatzteile die Situation zusätzlich erschweren. Besonders der in Gazimağusa bekannte Kfz-Meister Hacı Mahmut Koruk hat die Situation in umfassenden Erklärungen gegenüber Diyalog bewertet. Koruk betonte, dass es auf dem Markt erhebliche Stagnation gibt und der Hauptgrund dafür die steigenden Lebenshaltungskosten sind.
Koruk zufolge sinkt die Kaufkraft der Bürger erheblich, während die Bereitschaft, Schäden an Fahrzeugen zu reparieren, stark aufgeschoben wird. Dies hat negative Auswirkungen auf die Arbeitsbelastung und die finanzielle Situation der Mechaniker.
Marktbedingungen und Ersatzteilpreise
Koruk erklärte, dass die Ersatzteile über bestimmte Händler bezogen werden und diese Händler ihre Gewinnmargen unter den Bedingungen des freien Marktes festlegen. Einige Händler würden übertrieben hohe Gewinnmargen auf die Ersatzteile aufschlagen; so würden beispielsweise bei einigen Produkten bis zu tausend Prozent Gewinn erzielt. Diese hohen Preise erschweren den Kunden den Einkauf.
Im Vergleich zu Südzypern sind die Preise für Ersatzteile höher, was die Bürger dazu veranlasst, für Einkäufe auf die südliche Seite zu gehen. Dadurch verschärft sich die Stagnation in der Branche. Koruk wies auch auf den Druck hin, den die Stromkosten und Steuern auf kleine Unternehmen ausüben, und erklärte, dass sich die Lage in der Branche zunehmend verschlechtert.
Personalproblematik
Zusätzlich ist die Schwierigkeit, qualifiziertes einheimisches Personal zu finden, ein weiteres bedeutendes Problem. Koruk stellte fest, dass das Interesse junger Menschen an handwerklichen Berufen abnimmt und betonte, dass die Kfz-Reparatur eines der besten Berufe in der Zukunft sein könnte, allerdings sei der Sektor ohne eine Richtung junger Menschen zunehmend von ausländischer Arbeitskraft abhängig.
Insgesamt wird dringend eine Lösung für die Probleme im Kfz-Reparatursektor benötigt, die durch wechselnde Wechselkurse und steigende Kosten verstärkt werden.
Quelle: www.diyaloggazetesi.com







