Die frühere Innenministerin Ayşegül Baybars nahm eine kritische Bewertung der öffentlichen Sicherheit vor: Die Politik der aktuellen Regierung habe die Sicherheits- und Friedenslage des Landes erheblich gestört. Das von Baybars hervorgehobene Hauptproblem war ein durch fehlende Kontrollen und eine Schwächung der staatlichen Autorität verursachtes Sicherheitsvakuum.
Hintergrund und Kontext
Die in letzter Zeit steigenden Kriminalitätsraten und die damit verbundenen Sorgen in der Gesellschaft prägten Baybars’ Einschätzung. Sie ist überzeugt, dass die Politik der aktuellen Regierung, die durch Kontrollverlust, willkürliche Maßnahmen und Ausnahmeregelungen geprägt sei, dem über viele Jahre hinweg kulturell aufgebauten Sicherheitsgefüge schweren Schaden zugefügt hat. Diese Situation hat insbesondere durch das Wachstum der Schattenwirtschaft, die unkontrollierte Bevölkerungszunahme und den Anstieg ausländischer Arbeitskräfte an Einfluss auf die öffentliche Sicherheit gewonnen.
Detailierte Analyse der Probleme
Baybars betrachtete das Problem nicht nur als eine Angelegenheit für die Polizei oder die öffentliche Ordnung. Vielmehr betonte sie, dass die Qualität der wirtschaftlichen Aktivitäten, die Schattenwirtschaft, das schnelle Bevölkerungswachstum und die ausländischen Arbeitskräfte, alle zusammen mit Planlosigkeit und Kontrollverlust Elemente seien, die die öffentlichen Sicherheitsstrategien schwächten. Das Fehlen effektiver Maßnahmen zur Ahndung von Regelverletzungen reduziere die abschreckende Wirkung des Rechts und zeige, dass potenzielle Kriminelle diese Lücke ausnutzten.
Insbesondere die Tatsache, dass ein erheblicher Teil der inhaftierten Personen im Gefängnis und die in der Öffentlichkeit auftretenden Akteure ausländischer Herkunft sind, hat die Schwächen bei der Einreise und im Registrierungsprozess noch deutlicher gemacht. Baybars plädiert für eine kollektive staatliche Politik, die die Koordination aller zuständigen Ministerien und Institutionen erfordere, um diese Probleme zu lösen.
Ihr Ansatz sollte nicht nur auf die Verbesserung der Registrierungsysteme beschränkt sein, sondern auch die Kontrolle über ausländische Arbeitskräfte, die Überwachung von Tourismus und Gastgewerbe, die Bekämpfung von Kriminalität und die Stärkung internationaler Kooperationen umfassen, was einen breiten Lösungskatalog erfordere.
Als zuständige Innenministerin betonte Baybars, dass entschlossene und klare Maßnahmen in den Bereichen Registrierung, Ein- und Ausreise, Migrationskontrolle und Kriminalitätsbekämpfung ergriffen werden müssen. Besonders wichtig sei die Identifizierung von ausländischen Personen, deren Einreise problematisch sein könnte, und deren Ausweisung aus dem Land.
Darüber hinaus forderte sie die Einrichtung einer digitalen Infrastruktur, die gesunde Datenübertragung in das System, Gesetzesänderungen und eine Registrierungspflicht in Bereichen, die unreguliert geblieben sind, um die Bevölkerung zu identifizieren und eine Planung zu ermöglichen. Zudem solle anhand des mit der Türkei geschlossenen Kooperationsprotokolls der Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zur Identifizierung von Personen, die möglicherweise ein Risiko für die öffentliche Sicherheit darstellen könnten, bei der Einreise gewährleistet werden.
Quelle: www.yeniduzen.com







