Vor dem Gericht in Girne wurden unter dem Vorsitz von Richterin Hazal Hacımulla Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Passagierschiff FİLO JET der Firma Filo Denizcilik erörtert. Der Vorfall, bei dem das Schiff vor 12 Jahren in der Türkei verunglückte, rückte wieder in den Fokus, als es 2024 von Filo Denizcilik gekauft und eine Genehmigung für den Betrieb erhalten wurde. Die Situation eskalierte mit dem jüngsten Unglück bei der letzten Fahrt des Schiffes.
Bei der Sitzung des Gerichts wurde eine dreitägige Haftanordnung für neun Verdächtige erlassen. Richterin Hazal Hacımulla entschied, dass neben dem Kapitän des Schiffes, sieben Besatzungsmitglieder und ein Unternehmensvertreter auch rechtliche Schritte gegen die Anteilseigner des Unternehmens und die Beamten des Hafenamtes eingeleitet werden sollen.
Der Polizeikommissar Mehmet Mannaş wies während der Anhörung auf bemerkte Details hin und berichtete, dass das Passagierschiff Filo Jet bei der Abfahrt aus dem Hafen von Girne eine gravierende Panne hatte. Nach etwa 4 Meilen stellte er fest, dass die linke Vorderseite des Schiffes brach und es kentern konnte. Von insgesamt 267 Personen an Bord konnten bei den Such- und Rettungsarbeiten 239 lebend gerettet werden, während acht Personen ihr Leben verloren.
Mannaş erklärte, dass der Unfall in allen Aspekten untersucht werde und dass die neun Festgenommenen wegen „Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit, die zu einem Tode führten“ beschuldigt werden. Unter diesen befinden sich wichtige Personen wie der Unternehmensdirektor und Kapitän M.Ö.
Ursachen des Unfalls werden Untersucht
Mannaş betonte, dass alle erforderlichen Genehmigungen und Zulassungen für das Schiff vorliegen. Er wies darauf hin, dass Genehmigungen von Türk Loydu und dem Hafenamt eingeholt wurden. Er behauptete, dass die Anzahl der Passagiere und die Last die Kapazitäten nicht überschritten. Auch wurde ein Bericht des Meteorologieamtes präsentiert, der bescheinigt, dass die Wetterbedingungen vor der Abfahrt günstig waren.
Auf die Frage von Richterin Hacımulla, ob das Schiff über eine Genehmigung für internationale Gewässer und technische Kapazitäten verfüge, sagte sie, dass alle Genehmigungen vorliegen würden. Sie fügte jedoch hinzu, dass es wichtig sei, detaillierte Informationen über frühere Schadensfälle zu erlangen.
Stellungnahmen der Anwälte und Verteidigung
Der Anwalt der vor Gericht stehenden Verdächtigen legte keinen Einspruch gegen den Haftbefehl ein. Darüber hinaus behauptete er, dass es Aufnahmen gebe, die die Rettungsbedingungen des Schiffes und die Bemühungen der Besatzung um Hilfe für die Passagiere zeigen. Er erklärte jedoch, dass die Person, die behauptete, das Schiff sei beschädigt, nicht über ausreichende technische Kenntnisse verfüge.
Aufgrund aller Bewertungen entschied der Richter, dass die neun Festgenommenen in Verbindung mit dem Unfall für drei Tage in Haft bleiben und dass sofort Ermittlungen gegen die Beamten des Hafenamts und die Unternehmensanteilseigner eingeleitet werden sollen. Diese Entwicklungen stellen einen wichtigen Schritt zur Klärung der Ursachen und der Verantwortlichen des Unglücks dar.
Quelle: www.diyaloggazetesi.com







