Das Marmara-Erdbeben am 17. August 1999 gilt als eine der größten Katastrophen in der Geschichte der Türkei, die tiefe Spuren hinterlassen hat. Nach 27 Jahren ist die Zerstörung, die das Beben der Magnitude 7.4 verursacht hat, immer noch in Erinnerung. Das Erdbeben ereignete sich um 03:02 Uhr und verursachte 45 Sekunden lang große Schäden in Städten wie Kocaeli, Yalova, Sakarya, Istanbul und Düzce.
Laut offiziellen Berichten kamen bei dieser schrecklichen Katastrophe 17.480 Menschen ums Leben, 43.953 wurden verletzt. Zudem wurden rund 200.000 Menschen obdachlos, was die Verwundbarkeit der Türkei gegenüber Naturkatastrophen verdeutlichte.
Umfang und Auswirkungen der Katastrophe
Gemäß den Daten des Komitees zur Untersuchung des Erdbebenrisikos der Großen Nationalversammlung der Türkei waren etwa 16 Millionen Menschen in unterschiedlicher Weise von dem Erdbeben betroffen. Die verheerenden Auswirkungen des Bebens waren nicht nur auf die Verlustzahlen beschränkt, sondern erschütterten auch die Bauwirtschaft tief. Insgesamt wurden 66.441 Wohnhäuser und 10.901 Geschäfte völlig zerstört, in 285.211 Wohnhäusern und 42.902 Geschäften wurde Schaden angerichtet.
Istanbul war eine der am stärksten betroffenen Städte durch diese große Katastrophe. Nach dem Beben verloren 454 Menschen in der Stadt ihr Leben, zusammen mit den Verletzten, die in die Krankenhäuser gebracht wurden, stieg die Zahl auf bis zu 981. Außerdem wurden in Istanbul 41.000 Wohnhäuser und Geschäfte beschädigt; 18.162 Wohnhäuser wurden aufgrund von mittleren oder schweren Schäden unbewohnbar.
Besonders betroffene Bezirke und Verluste
Avcılar sticht als einer der am stärksten von den verheerenden Auswirkungen des Bebens betroffenen Bezirke hervor. In diesem Bezirk kamen 270 Menschen ums Leben, und es wurde festgestellt, dass Tausende von Wohnhäusern und Geschäften unterschiedlich stark beschädigt wurden. Dieses Ereignis stellte die Mängel der Türkei in Bezug auf die Erdbebenvorbereitung und das Notfallmanagement infrage.
Dieses tragische Ereignis vor 27 Jahren bleibt ein bleibendes Mahnmal, dass die Türkei wichtige Lehren im Bereich des Katastrophenmanagements ziehen muss.
Quelle: www.yeniduzen.com







